Vertraut auf euer Bauchgefühl

 Es ist der absolute Wahnsinn. Die letzten vier (!!!) Monate hier am anderen Ende der Welt sind so schnell vergangen, dass ich weder emotional verarbeiten konnte, was eigentlich geschehen ist, noch war daran zu denken, einen eingermaßen sinnvollen Blogeintrag zu schreiben.
Und nun bin ich auch schon fast wieder auf dem Weg nach Deutschland.
Nein, nicht für immer, nur für kurze Zeit – und danach heißt es wieder: „Und tschüss, ich bin dann mal weg ein bisschen. Naja, oder auch für ein bisschen länger. Oder für immer???
Puuh, also der Reihe nach. Oder soll ich Fotos auf den Tisch knallen und euch sagen: Mein Haus, mein Job, mein Visum, mein Hund?
Vielleicht doch lieber eines nach dem anderen.

Nach 1,5 Jahren des Herumreisens, Geld ausgebens, Ausprobierens und einfach nur Seins, musste der Ernst des Lebens wieder anfangen, Geld in die Kasse kommen und ich mich endlich mal dazu bekennen, was ich eigentlich will.
Ja was will ich denn eigentlich? Zurück nach Deutschland? Nein!
Hier in Neuseeland bleiben? Ja, definitiv und aus vollem Herzen.
Auch wenn ich, wie im letzten Post beschrieben, mein Hamburg sehr vermisse und natürlich auch Freunde und Familie fehlen, so fühle ich mich doch mehr mit Neuseeland verbunden, als mit dem Land in dem ich geboren wurde. Entscheidung: Job suchen, aber einer der passt, einer den ich wirklich machen will, ein Job, bei dem ich mit dem Herzen hinter stehe. Und natürlich auch in meinem Bereich, so dass das Visum auch garantiert wird.

Punkt eins – Job in Neuseeland
Die 3. Bewerbung war dann direkt ein Volltreffer. Schon beim Lesen der Anzeige wusste ich, DER Job ist es! Ich sage euch, vertraut auf euer Bauchgefühl. Beworben, Telefonat, Interview, Visum beantragt, angefangen zu arbeiten. Zack, das ging in einem Rutsch.
Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass der Job mich auch momentan ein wenig vom Blog schreiben abhält, weil ich da ziemlich eingespannt bin, ABER mit jeder Menge Spaß! Ich schreibe später mal dazu.

Punkt zwei – Hund in Neuseeland
Ich bin auf den Hund gekommen. Seit 6 Wochen bereichert ein Briard mein Leben. Auch wie Aubrey den Weg zu uns gefunden hat, ist eine Geschichte für sich. Nur um ihn mal kurz vorzustellen. Aubrey, fast 7 Jahre, französischer Hirtenhund und, nunja, sagen wir mal – er ist eine Persönlichkeit.


Punkt drei – Haus in Neuseeland
Ich wohne tatsächlich in meinem Traumhaus. Erinnert ihr euch noch an die Geschichte vom Maori-Weihnachtsmann? Der Mann, der uns sein Auto einfach so anvertraut hat? Nach 5 Minuten(!!!)?
Jetzt wohne ich im Paradies. Um mich herum nur Natur, kein Autolärm, nur Vögelzwitschern und das Rauschen des Baches. UND es gibt eine Badewanne – freistehend (im Haus natürlich).

Punkt vier – Besuch in Deutschland
Ich komme nach Deutschland und zwar schon in zwei Wochen. Unglücklicherweise erfordert mein Job es, dass ich mal eben rübergeflogen komme. Hahahaaa, wie wichtig sich das anhört. Also die Wahrheit ist, ja ich werde ich Deutschland auch arbeiten, aber ich habe auch ein paar Tage frei. Und diese werde ich dann damit verbringen, meine Wohnung in Hamburg aufzulösen. Und ein paar Lieblingsmenschen wiederzusehen.

Punkt fünf – Visum für Neuseeland
bzw. eigentlich Punkt 1.1.
Wegen des Job-Angebots, was die Immigration New Zealand als „skilled“ und gesucht ansieht, habe ich ein Visum für drei Jahre bekommen. DREI.

In dieser ganzen Zeit sind auch ein paar weniger schöne Dinge geschehen, die mich emotional mitgenommen haben.


So ist meine liebe Omi (im großartigen Alter von 91 Jahren) verstorben. Die Entscheidung auf Grund Geldmangels und Jobstart nicht nach Deutschland zu fliegen war wirklich nicht einfach. Ich knabbere auch immer noch daran, aber im Endeffekt muss man ja auch nach vorne schauen, denn das Leben geht weiter. Wie schnell sich das Karussell des Lebens weiterdreht, habe ich hier nun erfahren, denn all die genannten Punkte sind in nur vier Monaten geschehen.

Nun ist es aber auch an der Zeit, nach fast zwei Jahren, einmal zurück in die Heimat zu kommen und richtig Abschied zu nehmen. Denn damals, im August 2013, da habe ich bei Weitem nicht damit gerechnet, in Neuseeland zu bleiben – und schon gar nicht für immer.

Also, in spätestens 15 Tagen bin ich wieder ganz nah und bringe ein wenig Potsdam, Berlin, Hamburg und München durcheinander.

looking for dolphins

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Diese unendliche Weite – und das Geräusch von Kettensägen

Central_Otago

Wie neulich, also vor langer Zeit, schon einmal angedeutet, passiert hier bei mir eine ganze Menge und ich komme einfach nicht mehr hinterher mit dem Aufarbeiten meiner Geschehnisse, Gedanken und Emotionen.

„Leben mit Millionen-Dollar-Aussicht“

Gerade eben war ich noch im Norden der Südinsel mitten im Abel Tasman angesiedelt und nun auf einmal in Central Otago. Wobei gerade eben ja nun auch nicht wirklich stimmt, denn es ist schon wieder 1,5 Monate her. Aber zurück zu Central Otago. Ich möchte an dieser Stelle die Eindrücke meiner Mum dazu wiedergeben:„Diese Weite“ oder auch „Hach, ist das schön. Claudi, schau doch mal!!! Diese Weite.“

– Stille für einige Sekunden-

Dann direkt noch einmal: „Claudiaaaa, diese Weite, jetzt schau endlich!“. Nebenbei bemerkt, ich bin die ganze Zeit Auto gefahren und habe mich dementsprechend mehr auf die Straße und den Verkehr konzentriert, als die Landschaft zu bestaunen. Aber verübeln kann man meiner Mum die Begeisterung wirklich nicht. Mich hat sie ja schon in ihren Bann gezogen, als wir mit Turbo-Pascal durch die Toskana am anderen Ende der Welt getuckert sind.
Naja, und nun lebe ich hier auf einmal. In einem Haus mit einer Millionen-Dollar-Aussicht. Wie wir sehen, sehen wir weit und breit nichts. Außer Weite, unendlicher Weite.
Central-Otago-Land-of-GoldWie wir hier hergekommen sind und was wir hier tun?
Auf dem Berg im Abel Tasman haben wir letztes Jahr eine neue Nachbarin bekommen. Aus Deutschland, und man mag es nicht glauben, aus Hamburg! Schnell haben wir herausgefunden, dass wir auf einer Wellenlänge liegen und noch schneller als wir gucken konnten, wurden aus Nachbarn Freunde.
Eines Tages erzählte sie uns, dass sie Hilfe mit der Renovierung ihres Hauses in Central Otago bräuchte und da sie wegen Tieren und Kind ihr Zuhause nicht lange allein lassen kann, haben wir ihr unsere Hilfe angeboten. Von dieser Aussicht hat aber niemand gesprochen und so waren wir ganz überwältigt, als wir hier angekommen sind und ein kleines, süßes Holzhäuschen mit unbezahlbarer Aussicht vorgefunden haben.

„Internet – $90 für 5 GB“

Der Nachteil: Internet empfange ich nur übers Handy und das ist sauteuer. Alternativ könnte ich auch Internet über Satellit ordern, aber das ist noch teurer. Eine Möglichkeit gibt es noch, das nennt sich Rural Wifi und wird von Vodafone angeboten. Immer noch teuer, aber ich bin nicht mehr an 1-5 GB pro Monat gebunden. Der Haken an der Sache ist, dass Vodafone mir das nicht geben will, weil mein Visum nur bis Mitte August gültig ist. Also kreuche und fleuche ich hier weiterhin mit unfassbar teuren ( $90 NZD!!!)5 GB pro Monat rum und versuche den Rahmen einzuhalten.

„Neues von der Visums-Front“

Achja, Visum. Auch von dieser Front gibt´s Neuigkeiten. Ich werde alles auf eine Karte setzen und Residency beantragen. Alles was mir dafür fehlt, ist ein Job-Angebot. Halt, falsch! Alles was mir dafür FEHLTE – Vergangenheit.
Ich habe nämlich eines von unserer Freundin bekommen und glücklicherweise stehen Marketing-Specialits auf der Liste der Skilled Occupations, was es möglich macht, mich über die Skilled Migrant Category zu bewerben. Das ist der GROBE Plan.
Die Details sind zu kompliziert und verwirrend und ich steige derzeit noch durch den neuseeländischen Bürokratie-Dschungel.
Fakt ist:

  • ich muss einen Englisch-Test machen (IELTS) = $385 NZD
  • meine bisherige Qualifkation beweisen und anerkennen lassen = ca. $800 NZD
  • alle Dokumente übersetzen lassen (muss natürlich zertifiziert sein) = $560 NZD
  • Führungszeugnis (das war einfach und schnell zu bekommen und natürlich ohne Eintragungen) = 15 Euro
  • plus Gebühren für die Ausstellung von Geburtsurkunde, Porto von D nach NZ,
    Zweitausfertigungen von Abschluss-Zeugnissen, weil die in einer Kiste aufm Dachboden in Hamburg versteckt sind. So gut, dass ich mich einfach nicht mehr erinnern kann, wo ich die hingetan habe.

Möchte jemand vielleicht etwas (Datenvolumen)spenden?

So, während meine Eltern in Deutschland meine Unterlagen horten und mir schicken, gebe ich hier munter die Kohle aus und die Kreditkarte kommt ganz schön ins Glühen. Nein, ich habe immer noch nicht im Lotto gewonnen, nein ich tue nichts Illegales, und ja, das Geld wird langsam knapp. Aber sei es drum. Man lebt ja nur einmal und ich habe mich dazu entschlossen, diesn, wenn auch unsicheren, Weg zu gehen. Sobald ich alle Dokumente beisammen habe und das Ergebnis des Englisch-Tests, kann ich Anfang Mai meine „Expression of Interests“ an die Immigrationsbehörde schicken.

„$510 fürs Punkte zählen“

Die zählen dann meine Punkte zusammen und wenn es für sie über 140 ergibt, dann bekomme ich die Einladung mich um Residency zu bewerben. Da wird dann ganz genau geprüft, ob das auch alles stimmt, was ich angebe und vor allem das Jobangebot und meine Qualifikationen.
Jedenfalls werde ich nur für meine Interessens-Bekundung nocheinmal $510 NZD bezahlen dürfen. Großartig, oder? Nur dafür, dass ich sagen: „Hey, ich hab einen einigermaßen guten Bildungshintergrund in Jobs für die ihr dringend Leute sucht, und ich möchte gerne in eurem Land leben und VOR ALLEM ARBEITEN. Ich möchte aktiv etwas für euer BIP tun und noch mehr Menschen von Neuseeland überzeugen. Ich möchte aktiv etwas dafür tun, dass dieses Land an mir Geld verdient.“ – Na, dann kann ich ja direkt erst mal $510 NZD fürs Punkte zählen bezahlen.

Eigentlich ein gutes System, der Staat verdient an den Träumen anderer Menschen, nur weil sie in diesem Land leben möchten. Wie handhabt das eigentlich Deutschland? Weiß das einer?
Ich will mich aber nicht beschweren, ich habe es mir so ausgesucht und Bürokratie kostet immer Zeit und Geld. Und ich meine mal ernsthaft, bei diesem Ausblick, wer berschwert sich da schon?

Central-Otago-lightning

 

Selbst bei Gewitter ist die Sicht fantastisch. Was eher wenig fantastisch ist, ist der Fakt, dass das Holzhaus bei Donner vibriert und wackelt. Und trotzdem ist es einfach faszinierend zu beobachten, mit wieviel Macht und Gewalt sich die Wolken ganz plötzlich zusammenbrauen oder aber langsam über die Berge schieben, um dann ihre ganze Kraft zu entfalten und mit einem langen, tiefen Grollen die Entladung ankündigen.

So sitze ich hier am Schreibtisch in der Mitte des Nirgendwos in Central Otago, blicke auf diese Weite, die nur am Horizont von den Südalpen begrenzt wird, schreibe nach langer Zeit mal wieder meinen Blog, recherchiere meine To-Dos für die Immigrationsbehörde, lerne für den bevorstehenden Englisch-Test und lausche dem Singen von Vögeln, dem Blöken von Schafe, dem Röhren von Hirschen (unsere Nachbarn farmen Hirsche) und einer Kettensäge!!!
Moment, Kettensäge??? Ja genau, wir sind ja hier nicht nur zum am Schreibtsisch sitzen und Blog schreiben gekommen, sondern auch um unserer Freundin zu helfen. So wird also der Garten in Ordnung gebracht, die Bäume beschnitten (dafür die Kettensäge), Wände abgeschliffen und gemalert, Fußboden neu verlegt, …, …, …, blubb, blubb, blubb, blubb… – Aus mit der romantischen Vorstellung, morgens mit einem Cappuccino am Blog zu schreiben oder aber, wenn man sich grad nicht danach fühlt, abends mit einem Glas Rotwein der untergehenden Sonne über den Bergrücken zuzuschauen und dann ein paar Zeilen zu tippen. Hier wird gearbeitet, auch wenn ich zugeben muss, dass ich die Arbeit mehr plane und wann, was gemacht wird. Im Organisieren war ich schließlich schon immer sehr gut. Aber ab zu hab ich dann doch mal die Farbrolle in der Hand und streiche Wände, oder tunke meine Haare in Farbe und verteile sie anschließend ungewollt über meine gesamten Klamotten.
„Die Freuden des Renovierens der Claudia M.“ – der Titel für den nächsten Post?

Ich merke, ich schweife ab…
Zusammenfassend kann man also sagen, dass ich derzeit das Leben hier plane und versuche einen Weg zu finden, hierbleiben zu dürfen. Vor mir liegen dementsprechend ein paar Monate Kommunikation mit der Immigrationsbehörde. Wir schauen mal, was die nächsten Tage und Wochen hergeben. Vielleicht schreibe ich auch lieber über die modische Geschmacklosigkeit von bezahlbarer Mode made in NZ. Oder das Problem, schöne Möbel zu finden, welche mit Stil!!!
Ihr seht es schon, es ist alles nicht so einfach, aber ich sende euch trotzdem Umarmungen vom anderen Ende der Welt. Es ist trotzdem schön hier.
PS: Manchmal ist es richtig toll, wenn Papier so geduldig ist – bzw. mein Computer.

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Entscheidungen und Papa ist der Beste

_DSC8419Es kann alles so einfach sein – wenn man es denn einmal anpackt.
Was habe ich mich drum gedrückt und wollte es einfach nicht tun. Dieser Anruf bei der Immigrations-Behörde lag mir seit Tagen auf der Seele. Ich habe hin- und her überlegt, mich im Internet kaputt gesucht, nur um danach noch verwirrter zu sein. Es geht um meinen Plan über mein Work & Travel-Jahr hinaus hierzubleiben. Eine Möglichkeit ist ein Besuchervisum zu beantragen, was mir erlaubt, weitere neun Monate hier zu verbringen. Allerdings gibt´s da Einschränkungen, Regeln, Tests und viel, viel kompliziertes Bürokratie-Zeuchs. Im Endeffekt war ich nach meiner Recherche nur noch verwirrter und wusste überhaupt nicht mehr, was gilt und was nicht.
Ich habe mir den Kopf zerbrochen, was ist, wenn ich nicht hier bleiben kann. Meine Eltern haben doch schon den Flug gebucht, um mich hier zu besuchen und ich freue mich so sehr darauf. Nach einigen mehr oder weniger unruhigen Nächten habe ich mir dann ans Herz gefasst, den Hörer in die Hand genommen und die Immigrations-Behörde angerufen. Dabei hat mein Herz gerast, ich habe Angstschweiß-Flecken unter den Achseln bekommen und beinah auch vergessen zu atmen. Die ganze Zeit in der Warteschleife musste ich an den Immigrationsbeamten vom Flughafen bei meiner Ankunft denken. Daran, wie unfreundlich er war und daran, dass ich mir wie bei einem Verhör vorkam. Doch nach einigen Minuten, untermalt von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ meldete sich eine freundliche, männliche Stimme, die mir ganz in Ruhe alles erklärt und Tipps gegeben hat. Und außerdem hat mir der nette Beamte auch noch die Fragen beantwortet, die ich beinahe vergessen hätte zu stellen UND mir einen schönen Tag gewünscht!

In kurz: Eine Bewerbung für ein Visitor-Visa ist gar kein Problem.

In lang: Ich habe folgendes zu beachten:

  •  medizinischer Test (inklusive Urinprobe und Augentest)
  • Röntgenbild der Brust
  • polizeiliches Führungszeugnis

und dann noch ein winzig kleiner Betrag an Geld auf meinem Konto

  • 1000 NZD pro Monat, den ich hierbleiben möchte, um nachzuweisen, dass ich für mich selbst sorgen kann. Wohlgemerkt OHNE  zu arbeiten.

Nun stehe ich hier vor einer organisatorischen Herausforderung im Nirgendwo und werde das Wochenende wohl damit verbringen, einen Ablauf für diese vier Dinge zu organisieren.

Punkt 1 und 2 kann ich in der übernächsten Stadt machen, muss dafür aber erstmal hinkommen. Das findet sich schon irgendwie.

Punkt 3 wird wohl am meisten Zeit in Anspruch nehmen, denn soviel ich bisher weiß, muss ich das Papier hier ausfüllen, per Post nach Deutschland schicken, um dann nach einiger Zeit es bei der Botschaft hier abholen zu können. Kann sich ja nur um Monate handeln, aber vielleicht lässt mich die Immigrationsbehörde ja auch ohne polizeilichen Nachweis hierbleiben.

Punkt 4 – puuh, da ist es wieder das Thema „Sicherheit“. So ganz bin ich  von diesen Gedanken natürlich auch nicht befreit und habe aus diesem Grund mein Auto in Deutschland behalten und es nicht vor der Reise verkauft. Einfach um genügend finanziellen Rückhalt zu haben, wenn ich wieder zurückkomme. Da es nun aber nicht so aussieht, als würde ich innerhalb der nächsten 12 Monate zurückkommen, habe ich eine Entscheidung getroffen: Das Auto wird verkauft!

„Nun ist es so weit. Unsere Wege werden sich trennen.

Ach mein kleiner, treuer Begleiter der letzten Jahre. Der schwarze Blitz hat mich so gut von A nach B gebracht, was habe ich die Autobahnen, Landstraßen und auch den Stadtverkehr mit ihm gemocht. Ich bin in ihm zu viert mit Gepäck und Lebensmitteln (und einem Kasten Bier) nach Dänemark gefahren, er hat mich auf Festivals begleitet und als Schlafplatz am Strand von St. Peter Ording gedient (auch wenn das nicht so ganz legal war). Die Hunde meiner Freunde hatten immer ein sicheres Plätzchen im Kofferraum und bei meinem Umzug von Berlin nach Hamburg hat er wunderbar viel Stauraum gehabt. Und nun wird er in andere liebevolle Hände abgegeben. Details zum Verkauf findet ihr hier:. Das könnt ihr auch gerne teilen und an Bekannte weitergeben – vielleicht kennt ja jemand, der jemanden kennt.
A Klasse zu verkaufen

Hiermit ein großes DANKESCHÖN an meinen Papa, der sich so liebevoll um den Verkauf kümmert und organisiert hat, dass das Autochen sowohl Nordseesand- als auch Hundehaarbefreit ist, mal eben einen ganzen Nachmittag damit verbringt, Staubkörner wegzupolieren und es anschließend vorteilhaft fotografiert. Selbst wenn ich 18.000 km weit weg und mittlerweile 30 Jahre alt bin, manche Dinge ändern sich einfach nie. Meine Mama würde jetzt sagen: „Du bist eben doch Papas kleine Prinzessin“.

In diesem Sinne: